Bildstreifen

die schifferkirche in arnis

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Hier entsteht eine Seite, über die zukünftig auch die Lebensgeschichten früherer Arnisser auf dem Friedhof mit einem Handy gehört werden können. Im Rahmen des Europäischen Kulturerbejahres 2018 werden mit Mitteln des Landes Schleswig-Holstein zu ausgewählten Grabsteinen die Lebensgeschichten der früheren Arnisser recherchiert und über Audiodateien zugänglich gemacht:

Sprechende Steine auf dem Arnisser Friedhof.



Zukünftig finden Sie hier zu folgenden Themen ausführliche Informationen:


Geschichte der Kirche

Kunstwerke der Kirche

Der Friedhof

Sprechende Steine

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Heute schon eine Vorschau:


Der Bau der Kirche


1668 standen in Arnis gerade die ersten Häuser, da wurde schon über den Bau einer einer Kirche nachgedacht. 1673 konnte die Kirche geweiht werden. Möglich wurde dies nur durch eine beispiellose Spendenkampagne, in der zwei Arnisser zwei Jahre lang durch die Herzogtümer zogen und insgesamt 2.750 Mark und einige Schillinge einsammeln konnten – eine für die damalige Zeit erstaunliche Summe.

Arnis war im ganzen Land zu einem Symbol für den Kampf um Freiheit geworden, das man unterstützen wollte.

In der Kirche ging es anfangs sehr bescheiden zu, es hatte noch nicht einmal für einen Bretterfußboden gereicht. Als Altar diente vermutlich anfangs ein einfacher Tisch. Lediglich die mit einem reichen Bildwerk geschmückte Kanzel verlieh dem Kirchenraum zur Einweihung eine bescheidene Würde. Von der ursprünglichen Fachwerkkirche ist heute noch die Nordwand erhalten.


Nordwand der Schifferkirche Arnis

Dieses Foto der Nordwand hat Eckhard Schmidt im Jahr 2005 aufgenommen. Danach wurde die Kirche restauriert. Der große Grabstein der Familie Kemmeter von 1753 steht heute mit anderen alten Steinen unter einem kleinen Glasdach im Rasenbereich des Friedhofes. Dies erweist sich inzwischen als problematisch, da die Position des Ständers unter einer großen Buche einen starken Moos- und Flechtenbewuchs der Steine zur Folge hat.


Kunstwerke in der Schifferkirche:

Die Kanzel aus dem Jahr 1573

Das Kruzifix – vermutlich aus der Zeit des Baus der Kirche

Das Gemälde Die Kreuzaufrichtung aus den Zeit nach 1600, ein kunsthistorisch überaus interessantes Bild, das auf ein Bild von Christoph Schwarz aus dem Jahr 1587 zurückgeht, das heute im Lenbachhaus in München hängt. Dieses Bild wurde über einen Kupferstich von Ägidius Sadler in Europa bekannt, was einige Künstler dazu veranlasste, Kopien anzufertigen.

Das Arnisser Gemälde unterscheidet sich stark von den anderen Bildern, da es statt des ursprünglichen Querformats ein Hochformat mit einer stark reduzierten Zahl von Personen aufweist. Während die anderen Bilder die Szenerie im Stile des Manierismus darstellen, weist das Arnisser Gemälde eine Ordnung im Stile der Renaissance auf.




Das Gemälde »Die Kreuzaufrichtung« wurde der Kirche 1693 von Andreas Odefeyd gestiftet. Odefeyd war 1698 in einem Verzeichnis der herzoglichen Verwaltung über die Häuser auf der Insel Arnis erfasst. Er schien eine herausragende Stellung zu haben und brauchte wie der Pastor auch keine Grundsteuer zu zahlen. In dieser Zeit durchlebte die neue Siedlung auf der Insel eine schwere Zeit. Es waren nur etwa 24 Häuser bewohnt, sechs Häuser standen leer. Das Ansiedlungsprojekt stand in den Jahren des Schwedisch-Brandenburgischen Krieges kurz vor dem Scheitern.


Da das Gemälde in den letzten Jahrzehnten gelitten hatte, war eine Restaurierung erforderlich, die mit Geldern der Landesdenkmalamtes 2018 durchgeführt werden konnte. Heute hängt das Gemälde gut sichtbar gegenüber vom Eingang.



Das Jüngste Gericht - eine Kopie eines Gemäldes frei nach Peter Paul Rubens

Die Beweinung Christi - eine Kopie eines Gemäldes nach Andrea Schiavone

Der Altar - Das Relief »Christus stillt den Sturm« von 1936 stammt vom Oberammergauer Holzschnitzer Andreas Lang.

Das Taufbecken gehörte Zur Erstausstattung der Kirche.

Die Votivschiffe

Eine Besonderheit der Arnisser Kirche sind die vier an der Decke hängenden Votivschiffe. Die Schiffe stammen zum Teil aus dem 19. Jahrhundert und sind Geschenke von Schiffern als Zeichen des Dankes für eine Errettung aus Seenot.








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