Bildstreifen  die schifferkirche in arnis
Informationen zur
Schifferkirche in Arnis




Die Fotografien auf dieser Seite
stammen aus dem Buch
ARNIS 1667 – 2017
von Nicolaus Schmidt. Die Texte
sind kurze Zusammenfassungen
einiger Abschnitte des ausführlichen
Artikels zur Schifferkirche
in diesem Buch.


Der Bau der Kirche




1668 standen in Arnis gerade die ersten Häuser, da wurde schon über den Bau einer einer Kirche nachgedacht. 1673 konnte die Kirche geweiht werden. Möglich wurde dies nur durch eine beispiellose Spendenkampagne, in der zwei Arnisser zwei Jahre lang durch die Herzogtümer zogen und insgesamt 2.750 Mark und einige Schillinge einsammeln konnten – eine für die damalige Zeit erstaunliche Summe.

Arnis war im ganzen Land zu einem Symbol für den Kampf um Freiheit geworden, das man unterstützen wollte.

In der Kirche ging es anfangs sehr bescheiden zu, es hatte noch nicht einmal für einen Bretterfußboden gereicht. Als Altar diente vermutlich anfangs ein einfacher Tisch. Lediglich die mit einem reichen Bildwerk geschmückte Kanzel verlieh dem Kirchenraum zur Einweihung eine bescheidene Würde. Von der ursprünglichen Fachwerkkirche ist heute noch die Nordwand erhalten.

Nordwand der Schifferkirche Arnis



Dieses Foto der Nordwand hat Eckhard Schmidt im Jahr 2005 aufgenommen. Danach wurde die Kirche restauriert. Der große Grabstein der Familie Kemmeter von 1753 steht heute mit anderen alten Steinen unter einem kleinen Glasdach im Rasenbereich des Friedhofes. Dies erweist sich inzwischen als problematisch, da die Position des Ständers unter einer großen Buche einen starken Moos- und Flechtenbewuchs der Steine zur Folge hat.






Kunstwerke in der Schifferkirche:


Die Kanzel aus dem Jahr 1573

Das Kruzifix – vermutlich aus der Zeit des Baus der Kirche


Das Gemälde Die Kreuzaufrichtung aus den Zeit nach 1600, ein kunsthistorisch überaus interessantes Bild, das auf ein Bild von Christoph Schwarz aus dem Jahr 1587 zurückgeht, das heute im Lenbachhaus in München hängt. Dieses Bild wurde über einen Kupferstich von Ägidius Sadler in Europa bekannt, was einige Künstler dazu veranlasste, Kopien anzufertigen.

Das Arnisser Gemälde unterscheidet sich stark von den anderen Bildern, da es statt des ursprünglichen Querformats ein Hochformat mit einer stark reduzierten Zahl von Personen aufweist. Während die anderen Bilder die Szenerie im Stile des Manierismus darstellen, weist das Arnisser Gemälde eine Ordnung im Stile der Renaissance auf.






Das Gemälde »Die Kreuzaufrichtung« wurde der Kirche 1693 von Andreas Odefeyd gestiftet. Odefeyd war 1698 in einem Verzeichnis der herzoglichen Verwaltung über die Häuser auf der Insel Arnis erfasst. Er schien eine herausragende Stellung zu haben und brauchte wie der Pastor auch keine Grundsteuer zu zahlen. In dieser Zeit durchlebte die neue Siedlung auf der Insel eine schwere Zeit. Es waren nur etwa 24 Häuser bewohnt, sechs Häuser standen leer. Das Ansiedlungsprojekt stand in den Jahren des Schwedisch-Brandenburgischen Krieges kurz vor dem Scheitern.


Das Gemälde ist schon seit Längerem stark geschädigt. Eine Restaurierung dringend erforderlich, da sich der Verfall laufend beschleunigt. (Zur Restaurierung: s. unten)



Das Jüngste Gericht - eine Kopie eines Gemäldes frei nach Peter Paul Rubens

Die Beweinung Christi - eine Kopie eines Gemäldes nach Andrea Schiavone

Der Altar - Das Relief »Christus stillt den Sturm« von 1936 stammt vom Oberammergauer Holzschnitzer Andreas Lang.

Das Taufbecken gehörte Zur Erstausstattung der Kirche.


Die Votivschiffe

Eine Besonderheit der Arnisser Kirche sind die vier an der Decke hängenden Votivschiffe. Die Schiffe stammen zum Teil aus dem 19. Jahrhundert und sind Geschenke von Schiffern als Zeichen des Dankes für eine Errettung aus Seenot.





... Diese Seite wird zukünftig noch ausgebaut.





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Diese Seite ist entstanden im Rahmen der Diskussionen in Arnis im Jahr 2016 über die Einrichtung einer Kulturstiftung bzw. eines Fördervereins, um den Arnisser Friedhof in seinet traditionellen Form zu erhalten. Er bildet mit seinen Grabmälern und seiner Anlage aus Familiengräbern, Hecken und einzelnen herausragenden Lebensbäumen und Eiben ein besonderes Ensemble, das leider in den letzten Jahrzehnten unter der Auflösung von Familiengräbern stark gelitten hat. Es droht eine Zerstörung der Anlage, die schließlich nur noch aus großen Rasenflächen bestehen könnte, in denen einige historische Grabsteine inmitten eines Kiesbettes stehen.

2016 wurde das Vorhaben einer Stiftungsgründung auf Eis gelegt. Wenn man den schönen Friedhof erhalten bzw. in Teilen wieder herstellen wollte, müsste die Diskussion in Arnis neu geführt werden. Es würde sich lohnen.

Angeregt durch diese Initiative bildet sich aber gerade ein Förderverein für die Kirchen St. Marien in Rabenkirchen und die Schifferkirche in Arnis. Da das Kirchendach in Rabenkirchen akut bedroht ist und auch die Statik des Glockenturms in Arnis große Probleme bereitet, wird sich der zu gründende Förderverein zunächst um diese beiden Vorhaben kümmern. Infos folgen in Kürze.

Wenn Sie die Restaurierung des Gemäldes „Die Kreuzaufrichtung“ in der Arnisser Kirche unterstützen wollen, schreiben Sie an: nicolaus.schmidt(at)gmx.de. Sie erhalten dann ein Kontonummer. Nicolaus Schmidt sammelt in Eigeninitiative Geld für die Restaurierung und hat schon eine erste fachliche Beratung durch Fachleute eingeholt.






Diese Foto von 2005 zeigt noch viele Hecken, die inzwischen verschwunden sind.

Falls Sie Interesse daran haben, etwas für den Arnisser Friedhof zu tun, schreiben Sie an: nicolaus.schmidt(at)gmx.de.